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Beckenboden-Training

Wie trainiere ich die richtigen Muskeln?

Bevor sie mit Ihrem Beckenboden-Training beginnen, ist es wichtig, die richtige Muskelpartie zu erkennen. Folgende Übung dazu:

Kneifen sie den Schließmuskel zusammen, als wollten sie den Harnstrahl anhalten. Wenn sie die richtigen Muskeln zusammengezogen haben, spüren sie eine leichte Hebung der Muskeln nach oben und innen unter dem Becken. Andere Körperteile (Po, Bauch, Innenseiten der Unterschenkel) sollten dabei nicht bewegt werden.

Richtige Muskelpartie erkannt?

Die Muskeln so stark wie möglich anspannen, ohne dabei andere Muskelpartien mit zu beanspruchen. Bis zu 10 mal wiederholen. Versuchen sie, die Muskeln jeweils 6-8 Sekunden anzuspannen. Die Übungen 3 mal täglich durchführen.

Intensiveres Beckenboden-Training:

Muskeln 8 Sekunden zusammenziehen. Im Anschluss versuchen, die Muskeln mit 3-4 mal raschem Zusammenziehen noch weiter zu verschließen.

Warum gerade die Beckenbodenmuskulatur trainieren?

Die Beckenbodenmuskeln liegen auf der Innenseite des Beckens. Sie umschließen Harnröhre, Scheide und Darmöffnung und kontrollieren zusammen mit den Schließmuskeln die Öffnungen. Sie sorgen auch für die richtige Position der Harnröhre. Sind diese Muskeln zu schlaff, kann die Harnröhre bei Anstrengung sinken und es kommt zum unkontrollierten Harnverlust. Diese Muskeln können sie gezielt trainieren und damit stärken. Das Training ist effizient, hat keine Nebenwirkungen und dauert täglich nicht länger als ein Viertelstündchen.

Kann das jeder?

Ja. Es ist nie zu spät mit Beckenboden-Training anzufangen. Ob sie mit 40 oder mit 70 Jahren beginnen, wichtig ist nur, dass Sie die Übungen regelmäßig durchführen. Machen Sie die Gymnastik zu einem Teil Ihres täglichen Lebens - wie das Zähneputzen. Schon nach 2 - 3 Monaten sollten sie eine deutliche Verbesserung erzielen können.